Folge 3

Kapitel 8


Von Vorsehung und Zufällen halte ich wenig. Denn natürlich weiß ich, das Ergebnisse meist das Resultat zäher, unermüdlicher Kleinarbeit sind – keine Lotteriegewinne. So traf es mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel, als ich plötzlich im Gewühl das Gesicht sah.
Ich riss die Augen auf. Traute dem nicht, was ich sah: Das kantige, unangenehme Gesicht meines Gegners aus dem Club. Kein Zweifel – er war’s!
Er kam geradewegs auf mich zu, nahm mich aber nicht wahr, da er zur Seite blickte, als er an mir vorbeiging. Ein unglaublicher Zufall, noch unglaublicher als das Finden der berühmten Nadel im Heuhaufen hatte mich auf eine Spur gebracht. Die richtige? Das musste sich noch herausstellen.
Vorsichtig folgte ich ihm. Er schien es eilig zu haben, denn er bahnte sich ziemlich rücksichtslos seinen Weg durch die Menge. Ich musste aufpassen, ihn nicht zu verlieren. Zum Glück war er ja ein großer Mann – und das ermöglichte es mir, ihn im Auge zu behalten. Ich hatte keinen blassen Schimmer, wohin wir gingen. Es wurde zusehens dunkler. Die Straßen waren jetzt weniger stark belebt. Aus Vorsicht vergrößerte ich den Abstand zwischen uns.
Eine Viertelstunde mochten wir wohl unterwegs gewesen sein, hatten jetzt das Geschäftsviertel hinter uns gelassen. Plötzlich bog er ab. Die Gasse war eng und finster. In der Regel haben die Häuser der Marokkaner

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