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kräftigen Schopf habe; der bot mir wenigstens ein wenig Schutz.
Meine Zunge lag klebrig und schwer im Mund. Ein Königreich für einen Schluck Wasser! Wasser!
Ich hustete. Meine Kehle war rauh und ausgedörrt. Das verfluchte Sengen und Brennen der Sonne! Ich spürte, wie sich mein Gehirn veränderte. Die Steine und Felsen, die ich anstarrte, hatten farbige, gleissende Konturen.
Die Minuten verstrichen wie Stunden oder waren die Stunden wie Minuten?
Bunte Kreise in allen Farben des Regenbogens begannen vor meinen Augen zu rotieren, drehten sich schneller, immer schneller, rasten wie wild gewordene Sonnenräder. Mir schwindelte. Meine Augenlider schlossen sich. Farbige Fluten durchströmten den Körper, wurden kräftiger in den Farben, satter, dunkler, verdichteten sich zu endlosem Schwarz ohne Grenzen, ohne Konturen.
Kapitel 20
Spitze, haarfeine Nadeln bohrten sich brennend in meine Haut. Mein Kopf schien sich im Zentrum eines Sandstrahlgebläses zu befinden. Oder war ich schon in den ewigen Jagdgründen?
Das hatte ich mir eigentlich etwas freundlicher vorgestellt. So mit Schleier schwingenden Jungfrauen und dazu Sphärenklänge. Doch davon war keine Rede. Das einzige, was ich hörte, war das Pfeifen und Jaulen des Windes. Dazu dieses gemeine Brennen. Ich blinzelte, aber kniff die Augen gleich wieder zu. |
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