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Feiner Sand stob hinein. Pfui Teufel! Jetzt schmeckte ich ihn auch. Meine Zähne knirschten. Ich hustete und spuckte. Es wurde ein wenig besser. In dem kurzen Moment, den die Augen geöffnet waren, sah ich, dass die Dämmerung hereingebrochen war. Wind war aufgekommen. Fauchte den Sand über das Geröll.
Hoffentlich wird es nicht schlimmer! Dann würde ich über kurz oder lang zugeweht sein. Das wäre dann das Ende!
Ich schüttelte den Kopf. Der feine Sand, der sich überall festgesetzt hatte, stob heraus.
Ich horchte in die Dunkelheit. Nur das Singen des Windes sonst kein einziges Geräusch. Das Brennen im Gesicht ließ etwas nach, nahm wieder zu, wurde abermals schwächer. Ich schien Glück zu haben. Der Wind ebbte ab. Glück?
Wäre es nicht besser gewesen, schnell zu ersticken, als hier in der Grube auszudorren, zu vertrocknen? Aber irgendwo in meinem Körper flackerte noch ein winziges Licht. Der Wille zu leben! Aber es brannte nur auf Sparflamme, flackerte ständig und drohte zu verlöschen. Ich war fertig. Todmüde.
Nur nicht einschlafen, nur nicht einschlafen, dachte ich. Und schon war ich weg.
Es folgte die längste, die grausamste Nacht meines Lebens. Eine eiskalte, blauschwarze Nacht unter klarem Himmel. Ein Meer funkelnder Sterne ergoss sich von Horizont zu Horizont ein märchenhafter Anblick, wie man ihn nur auf hoher See oder in der grenzenlosen Weite der Wüste erleben kann.
Aber mir war nicht nach Romantik zumute. Ich lag unter einer Schicht kalten Sandes, unfähig, mich zu bewegen.
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